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Termine und Veranstaltungen

Europatag in Waldenburg

© Agata Władyczka

Am 08. Mai 2022 veranstaltete die Stadt Walbrzych/Waldenburg gemeinsam mit mit der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Breslau und dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau (Wrocław) ein Fest zum Europatag. Die Veranstaltung fand im Zentrum für Wissenschaft und Kunst „Stara Kopalnia“ (Alte Grube) in Waldenburg statt. Eröffnet wurde der Abend mit der berühmten "Ode an die Freude" – Europahymne, gespielt vom Orchester Collegium Musicum der TU Bergakademie Freiberg e.V.  Freiberg ist der Partnerstadt von Waldenburg. Das Programm wurde mitgestaltet durch das Gesangs- und Tanzensemble Walbrzych, eine ukrainische Folkband und die in Polen bekannte Sängerin Kayah.

Der Europatag ist ein Feiertag für Europa. Er wird traditionell an zwei Tagen im Mai begangen, um an das Kriegsende und die Gründung des Europarats zu erinnern. Die diesjährigen Feierlichkeiten zum Europatag fanden im Schatten des Krieges in der Ukraine statt.  Putins Angriffskrieg auf die Ukraine zeigt, wie wichtig es ist, dass Europas Demokratien zusammenstehen und gute Nachbarschaft leben. Der Wunsch nach Frieden und Sicherheit war eines der Gründungsmotive der Europäischen Union.

Festveranstaltung zum 10-jährigen Jubiläum des Verbindungsbüros in Breslau

© Agata Władyczka

Am 2. Mai 2022 feierte das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau sein 10-jähriges Jubiläum. Die geladenen Gäste aus Polen und Sachsen konnten im Nationalen Musikforum in Breslau ein wunderbares Konzert der Neuen Lausitzer Philharmonie unter der Leitung ihrer Generalmusikdirektorin Ewa Strusińska erleben. Als Solistin trat hervorragende Pianistin Alexandra Dariescu auf. Das Repertoire des Konzerts umfasste Werke der Komponisten aus dem 19. und 20. Jahrhunderts: Nadia Boulanger, George Enescu und Felix Mendelssohn Bartholdy. Höhepunkt des Konzerts war die Aufführung des „Gebetes für die Ukraine“ von Valentin Silvestrov – einer zu Herzen gehenden Komposition, gespielt aus aktuellem Anlass.


Der anschließende Empfang von Staatsministerin Katja Meier im Garten des Verbindungsbüros fand bei schönstem Wetter und in angenehmer Atmosphäre statt. Staatsministerin Katja Meier nutzte die Gelegenheit, dem Gesundheitszentrum der Stadt Wroclaw einen Zuwendungsbescheid für die medizinische Betreuung ukrainischer Mütter und ihrer Neugeborenen zu übergeben.

Europatag in Waldenburg

Plakat zum Europatag in Waldenburg © SMJusDEG

Das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen mit der Regionalvertretung der Europäischen Kommission und der Stadt Waldenburg, lädt zum Europatag am Sonntag, dem 8. Mai 2022, ins Zentrum für Wissenschaft und Kunst »Alte Grube« in Waldenburg ein.

Eröffnet wird die Veranstaltung um 18 Uhr mit einem Fragment aus Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie, der berühmten »Ode an die Freude« – Europahymne, gespielt vom Orchester Collegium Musicum der TU Bergakademie Freiberg e.V. aus dem sächsischen Freiberg. Es werden das Gesangs- und Tanzensemble Walbrzych, die ukrainische Folkband und der Star des Abends – Kayah – auftreten.

Die diesjährigen Feierlichkeiten zum Europatag finden im Schatten des Krieges in der Ukraine statt und sind Ausdruck unserer Solidarität mit denjenigen, die für die Verteidigung von Freiheit und Demokratie kämpfen. An dieser Stelle wollen wir an die Worte von Robert Schuman in seiner Erklärung von 1950 erinnern: »Europa lässt sich nicht mit einem Schlage herstellen und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung: Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen.«

10-jähriges Bestehen des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau

Plakat des Konzertes zum 10. Jubiläum des Verbindungsbüros © SMJusDEG

Anlässlich des 10jährigen Jubiläums des Verbindungsbüros in Breslau findet am 2. Mai im Nationalen Musikforum in Breslau ein besonderes Konzert statt.

An diesem Abend tritt die sächsische Neue Lausitzer Philharmonie unter der Leitung ihrer Generalmusikdirektorin Ewa Strusińska auf. Auf dem Programm stehen Werke bedeutender Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts: des rumänischen Komponisten George Enescu, der Pädagogin und Instrumentalistin Nadia Boulanger und Felix Mendelssohn Bartholdy, einer der führenden Vertreter der romantischen Epoche in der Musik. Die Musiker werden von der Solistin Alexandra Dariescu (Klavier) begleitet. Ab 19 Uhr wird das Publikum das Konzert für Klavier d-Moll von George Enescu (1881-1955), Fantaisie variée für Klavier und Orchester von Nadia Boulanger (1887-1979) und Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 11 von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) hören.

Wir laden Sie herzlich ein, das 10-jährige Jubiläum des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau gemeinsam mit uns zu feiern!

Mit keiner anderen Region pflegt Sachsen so intensive Kontakte wie mit der Woiwodschaft Niederschlesien. Die 1999 vom damaligen sächsischen Ministerpräsidenten Prof. Kurt Biedenkopf und dem Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien, Prof. Jan Waszkiewicz, unterzeichnete »Gemeinsame Erklärung« schuf einen politischen Rahmen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Im Jahr 2008 unterzeichnete Sachsen ein Abkommen zur regionalen Zusammenarbeit mit der Woiwodschaft Lubuskie. Im Mai 2012 eröffnete Sachsen als erstes und bisher einziges Bundesland ein Büro in Breslau. Die »kleine sächsische Botschaft« in Wrocław hat seitdem Schritte unternommen, um ihre vielfältige Zusammenarbeit mit Partnerregionen in Polen aufzubauen und zu vertiefen.

Seit Februar 2020 untersteht das Verbindungsbüro in Wrocław dem Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung unter Leitung von Staatsministerin Katja Meier.

Das sächsische Verbindungsbüro ist das Schaufenster der Region in Polen und präsentiert ihre kulturelle und touristische Vielfalt sowie ihr wirtschaftliches und wissenschaftliches Potenzial. Es organisiert verschiedene Veranstaltungen - Konzerte, Vorträge, Workshops, Konferenzen, Diskussionsrunden, Jugendaustauschprogramme - und unterstützt die grenzüberschreitende wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Hochschulen in Polen und Sachsen.

Mit seinen Aktivitäten leistet das Verbindungsbüro einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung der Ideen und Grundwerte der Europäischen Gemeinschaft, deren Bedeutung gerade in der heutigen Zeit nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Das Verbindungsbüro setzt sich für die Vertiefung der interregionalen Zusammenarbeit im Bereich der Zivilgesellschaft ein und unterstützt Initiativen zur Förderung europäischer Werte: Menschenrechte, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und Gleichheit. Das Büro ist Partner wichtiger künstlerischer Veranstaltungen in der Region sowie zahlreicher zivilgesellschaftlicher Initiativen, die die Gleichberechtigung und Akzeptanz aller Menschen in der europäischen Gemeinschaft fördern - unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, Hautfarbe, politischen, religiösen oder sexuellen Orientierung.

Mit seinen Projekten unterstützt das sächsische Büro den Prozess der europäischen Integration auf regionaler Ebene und trägt zum Aufbau eines bürgernahen, offenen und für alle verständlichen Europas bei. Die Zukunft Europas und die Rolle junger Menschen bei ihrer Gestaltung nehmen einen besonderen Platz in der Arbeit des Verbindungsbüros ein.

„Verhältnis von EU-Recht und Recht der Mitgliedstaaten aus der Perspektive des deutschen und polnischen Rechts“

Plakat für Debatte © SMJusDEG

Deutsch-Polnische Debatte „Verhältnis von EU-Recht und Recht der Mitgliedstaaten  aus der Perspektive  des deutschen und polnischen Rechts“ in Breslau

Wann: 11. April 2022, 17:00 - 19:30 Uhr

Wo: Schule des Deutschen Rechts an der Fakultät für Recht, Verwaltung und Wirtschaft der Universität Wrocław

Die Veranstaltung wird von der Schule des Deutschen Rechts an der Fakultät für Recht, Verwaltung und Wirtschaft der Universität Wrocław und das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung, vertreten durch das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau, organisiert.

Die Debatte richtet sich an Studierende, Doktoranden, sowie an Juristinnen und Juristen, und andere an den aktuellen deutsch-polnischen Rechtsfragen Interessierte. Die Debatte wird als Präsenz- und Online-Veranstaltung organisiert.

Bereits 1964 etablierte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in seiner Costa/ENEL-Entscheidung, dass das Unionsrecht einen Anwendungsvorrang vor allen nationalen Rechtsnormen, auch nationalem Verfassungsrecht, haben muss. Dieser Anwendungsvorrang des Europarechts ist heute allgemein anerkannt. Dennoch kam es immer wieder vor, dass nationale Gerichte Einschränkungen dieses Prinzips zu etablieren versuchten – allen voran das deutsche Bundesverfassungsgericht (BVerfG), aber zum Beispiel auch das italienische Verfassungsgericht, die bereits seit den 1970er Jahren immer wieder neue Vorbehalte gegenüber dem Letztentscheidungsrecht des EuGH vorbrachten. Zuletzt haben die Entscheidungen des polnischen Verfassungstribunal  vom 07. Oktober 2021 und des deutschen Verfassungsgerichts vom 05. Mai 2020 für Aufregung gesorgt. Die EU-Kommission hat ein Vertragsverletzungsverfahren sowohl gegen Polen als auch gegen Deutschland eingeleitet. In diesem Zusammenhang wird gefragt, welche Unterschiede bzw. Parallelen das Urteil des polnischen Verfassungsgerichtshofs zur Rechtsprechung des BVerfG, insbesondere zum PSPP-Urteil vom 5. Mai 2020, aufweist.

Das Programm und das Anmeldeformular finden sie auf der Homepage der Universität unter diesem link.

100.000 Euro Hilfe für ukrainische Geflüchtete in Wrocław

Ministerin Meier im Gespräch mit zwei Männern © Agata Władyczka

Am 7. März 2022 übergab die Europaministerin Katja Meier einen Unterstützungsbescheid der Sächsischen Staatsregierung der "Stiftung Ukraine" aus Wrocław. Ber Betrag in Höhe von 100.00 Euro soll eine direkte finanzielle Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine sein, die nach Wrocław und in die sächsische Partnerregion Niederschlesien kommen. Die Mittel sollen für eine Grundversorgung und dringend benötigte Grundausstattung für die vor dem Krieg flüchtenden Menschen aus der Ukraine genutzt werden.

Europaministerin Katja Meier übergab den Zuwendungsbescheid an die Vertreter der "Stiftung Ukraine", Artem Zozulia und Igor Lisin. Gemeinsam mit ihm und dem Generalkonsul der Ukraine, Jurij Tokar, tauschte sie sich über die Situation der Geflüchteten aus. Mehr als eine Million Menschen sind bereits vor dem Krieg aus der Ukraine nach Polen geflohen. Viele von ihnen sind in der vergangenen Woche in Wrocław angekommen, vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen. 

Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Situation von Kindern und Jugendlichen sowie einer Gruppe von etwa 900 Waisenkindern, die aus Kinderheimen in Odessa und Kiew evakuiert wurden und nun untergebracht und versorgt werden müssen. Hier versprach die Ministerin, zu vermitteln. Seitens der Stiftung bestand zudem der konkrete Wunsch nach medizinischem Material und Krankenwagen für die Helfenden im Kriegsgebiet. Perspektivisch hofft die Stiftung Ukraine außerdem auf eine stärkere Vernetzung und effiziente Koordinierung und Aufteilung der Hilfearbeit sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.

Der Austausch der Europaministerin mit dem für das Krisenmanagement in der Region verantwortlichen Vizewojewoden Bogusław Szpytma und dem Vizestadtpräsidenten der Stadt Wrocław, Jakub Mazur, hatte vor allem die Vernetzung der sächsischen Behörden mit den Verantwortlichen der Region Niederschlesien zum Thema. In Polen haben insbesondere die Kommunen die Versorgung der Geflüchteten übernommen. Auch hier sei eine konkrete Koordinierung notwendig. Zusätzlich bestand der Wunsch nach einem regelmäßigen Austausch und einer Datenbank, auf die beide Seiten – Polen und Sachsen - zugreifen können, um Hilfsangebote und Vereine verifizieren und absichern zu können.

Walter Gropius: „Die Baukunst soll ein Spiegel des Lebens und der Zeit sein“

© Agata Władyczka

Am 24. Februar 2022 fand das Monatstreffen des Breslauer Europaforums in den Räumlichkeiten des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen statt. Es war diesmal ganz dem Thema Architektur gewidmet.

Im ersten Teil der Veranstaltung referierten der Direktor des Architekturmuseums Dr. Jerzy Ilkosz, über die Architektur in Breslau in den Jahren 1900-1932 sowie Daria Kieżun, die Präsidentin der Breslauer Niederlassung des Verbands Polnischer Architekten (SARP) über die Geschichte, Ziele und den Tätigkeitsbereich von SARP.

Die Baukunst steht aber nicht nur im Fokus der Architekten, sondern auch der Kunsthistoriker, vor allem, wenn die Bauwerke die wechselvolle Geschichte und die gesellschaftlichen Prozesse spiegeln. Katarzyna Sonntag, Kunsthistorikerin aus Dresden, nahm im zweiten Teil in ihrem Vortrag „Zwei Städte auf Identitätssuche in ihrer Architektur: Wrocław/Breslau – Dresden“ die Zuhörer und Zuhörerinnen mit auf eine Zeitreise nach Breslau und Dresden. Dieser Vortrag, mit seinen Fotos über das durch den Bombenabwurf zerstörte Dresden, erfuhr durch die aktuellen Ereignisse des Tages – den Überfall Russlands auf die Ukraine – eine besonders emotionale Wirkung. Das gleichnamige Essay von Katarzyna Sonntag erschien 2019 in der Ausgabe Nr. 139 der Broschüre „Dresdner Hefte“.

"Walk of Görliwood" in Breslau

Ausstellungstafeln in Fußgängerzone © AGENCJA wyborcza

Bis zum 20. Dezember 2021 war die Ausstellung "Die Schönheit der sächsischen Städte" in der Fußgängerzone in der Oławska-Straße in Wrocław zu sehen. Die Werbekampagne wurde von dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Wrocław initiiert.

Die Ausstellung präsentiert die architektonischen und kulturellen Attraktionen der Stadt. Im Vordergrund steht das romantische Stadtzentrum mit seinen fast viertausend sorgfältig restaurierten Häusern und Einzeldenkmälern. Was Görlitz außerdem auszeichnet, sind die Hallenhäuser entlang der historischen Handelsstraße VIA REGIA. Die so genannten "Kaufmannspaläste" spielen eine wichtige Rolle bei der aktuellen Bewerbung der Stadt um den UNESCO-Welterbestatus.

Neben den Museen sind auch die sakralen Schätze der Stadt eine Entdeckung wert. In der beeindruckenden Pfarrkirche St. Peter und Paul in Görlitz können die Besucher dem Spiel der berühmten Sonnenorgel lauschen. Ein weiteres Highlight ist das Heilige Grab, das als die originalgetreueste Nachbildung des Heiligen Grabes in Jerusalem gilt. Auch das Kulturforum der Görlitzer Synagoge lädt zu einem Besuch ein: Das beeindruckende Jugendstil-Gebetshaus mit seinem goldverzierten Kuppelsaal wurde nach mehrjähriger Renovierung kürzlich eröffnet.

Für viele mag es überraschend sein, dass Görlitz regelmäßig als Filmkulisse dient und im Volksmund als "Görliwood" bezeichnet wird. Unter anderem wurden hier der Oscar-prämierte "Lector" mit Kate Winslet und Wes Andersons "Grand Budapest Hotel" gedreht, aber auch Szenen aus Quentin Tarantinos "Inglorious Basterds" und "Everyone Dies Alone" mit Emma Thompson. Der Walk of Görliwood ist ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung der Filmstadt, wo Sie die Filmvitrinen besichtigen können, von denen einige mit Originalrequisiten ausgestattet sind.

AUSGEFALLEN: Chopin-Konzert in der Dreikönigskirche

Plakat der Veranstaltung: Chopin Projects, Arrangements für Celloquartett, Sonntag, 28. November 2021, 16 Uhr. Karten von 13 bis 15 Euro, Besucherinformationen unter 0351 8124102

Auf Initiative des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau findet am 28. November 2021 ein Konzert des renommierten polnischen Ensembles Polish Cello Quartet in der Dreikönigskirche in Dresden statt.

Das Polish Cello Quartet, ein Ensemble aus vier Cellisten der jungen Generation, wurde 2011 gegründet. Ihre künstlerischen Erfahrungen sammelten die Musiker in renommierten europäischen Kulturzentren, darunter Köln, Mannheim und Brüssel. Alle Mitglieder sind Dozenten an polnischen Musikhochschulen. Das Ensemble tritt regelmäßig bei internationalen Musikfestivals auf und arbeitet mit vielen bekannten Klassik- und Jazzmusikern zusammen, darunter Gary Hoffman, Jadwiga Rappé, Dominik Polonski, Tony Malaby und Nat Wooley. Im Jahr 2017 veröffentlichte das Quartett sein Debütalbum Discoveries (CD Accord), im Jahr 2019 erhielt das Ensemble den renommierten polnischen Musikpreis Fryderyk für ein Album mit Kompositionen von Grażyna Bacewicz (Chandos).

Der kulturelle Austausch zwischen den Partnerregionen Sachsen und Niederschlesien wird in diesem Fall vom polnischen Kulturministerium in Warschau und dem Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung unterstützt.

Der Zauberer von Breslau – auf dem Weg zu einer europäischen Metropole

Podiumsteilnehmende während der Buchvorstellung von "Der Zauberer von Breslau" © Agata Władyczka

Im August 2021 veröffentlichte der Senfkorn Verlag aus Görlitz mit "Der Zauberer von Breslau – auf dem Weg zu einer europäischen Metropole" ein reich bebildertes Interviewbuch mit Dr. Rafał Dutkiewicz. Der Deutsch-Polnische Wirtschaftskreis EUROPA FORUM und das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Wrocław (Breslau) luden am Donnerstag, den 23. September 2021, zu einer Buchpräsentation in die Räumlichkeiten des Verbindungsbüros des Freistaates ein.

Dr. Rafał Dutkiewicz war von 2002 bis 2018 Stadtpräsident von Wrocław. In den Jahren seiner Amtszeit erlebte die niederschlesische Hauptstadt einen atemberaubenden wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung zu einer der blühendsten Metropolen nicht nur Polens, sondern ganz Europas. Seine historischen Verdienste um Wrocław, um die europäische Integration und die deutsch-polnische Verständigung wurden in Deutschland unter anderem mit dem Erich-Kästner-Preis und dem Deutschen Nationalpreis gewürdigt. Am 14.Novmber 2019 sprach er im deutschen Bundestag zum Volkstrauertag.

Im Gespräch mit Małgorzata Urlich-Kornacka erzählte Dr. Rafał Dutkiewicz über sein Buch: eine Sammlung von Geschichten und Erinnerungen an seine Kindheit, seinen Werdegang, den abenteuerlichen Einsatz in der Solidarność-Bewegung und seine Amtszeit als Stadtpräsident. Dr. Rafał Dutkiewicz schildert darin seine schönsten Momente, bewegende Begegnungen aber auch schwierigsten Herausforderungen.

Im Vorfeld der Buchdarstellung sprach Artur Ulrich, der Executive Vice-President Sales Eastern Hemisphere bei VIESSMANN über die erfolgreiche Entwicklung seines Unternehmens in den vergangenen fast 30 Jahren.
Den Abschluss der Lesung bildete ein Gespräch der beiden Gäste über ihre Erinnerungen. Beide wirkten fast zeitgleich in Wrocław.

Spätsommerakademie für Studierende mit Herkunftssprache Polnisch

© AdobeStock I LIGHTFIELD STUDIOS

Für Studierende mit Herkunftssprache Polnisch, Sprachniveau B1-C1, vom 06.-10.09.2021 am IBZ St. Marienthal. Die wenigsten deutschen Hochschulen bieten spezielle Polnisch-Förderkurse für Studierende mit Polnisch als Herkunftssprache an. Diese Studierenden besuchen folglich die regulären Polnisch-als-Fremdsprache-Kurse, deren Programme nicht auf den Bedarf dieser Studierendengruppe ausgerichtet sind. Solche Kurse bieten herkunftssprachigen Studierenden keine Instrumente zur Pflege ihrer bilingualen sprachlichen Identität.

Weitere Angaben und das Programm finden Sie hier: www.kokopol.eu

Ein Angebot des Kompetenz- und Koordinationszentrums Polnisch (KoKoPol)

30. Jahrestag des deutsch-polnischen Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit

© Agata Władyczka

Anlässlich dieses Jubiläums nahm die sächsische Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung, Katja Meier, am 4. September 2021 teil am Jubiläumskonzert im Rahmen des "Krzyżowa-Music Evening Concert/Koncert wieczorowy" in Krzyżowa (Kreisau) der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung.

Die Veränderungen im Jahr 1989, die Unterzeichnung des deutsch-polnischen Grenzvertrages 1990 sowie die Unterzeichnung des Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit im Jahr 1991 legten ein dauerhaftes Fundament für die grenzüberschreitende deutsch-polnische Zusammenarbeit. Das Konzert war zugleich auch der Sächsisch-Niederschlesischen Partnerschaft gewidmet.

Der Ort Kreisau/Krzyżowa steht für die Versöhnung zwischen Deutschland und Polen. Als Zentrum für europäischen Dialog und Begegnung repräsentiert er zudem wie kaum ein anderer den Wunsch nach einem nachbarschaftlich geeinten, friedlichen Europa. Und hier fand vom 21. August bis 5. September 2021 zum siebten Mal das internationale Kammermusik-Festival "Krzyżowa-Music" statt. Initiatoren des "Krzyżowa-Music-Festival" waren die "Freya von Moltke-Stiftung für das Neue Kreisau", der "Kreisau-Initiative e.V." und die "Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung". Als Ehrengast aus Sachsen: Europaministerin Katja Meier.

© Agata Władyczka

In ihrer Eröffnungsrede betonte die Staatsministerin, dass gar nicht hoch genug bewertet werden könne, dass uns unsere polnischen Nachbarn damals nach der Wiedervereinigung überhaupt die Hand zur Versöhnung ausgestreckt haben. Deswegen sei es auch richtig, in Kreisau anlässlich des Jubiläums zusammenzukommen. Hier fand 1989 die berühmte Versöhnungsmesse statt – ein Meilenstein in der Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen. Kreisau steht zudem für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus und damit für diejenigen Werte, die dem Nachbarschaftsvertrag zugrunde liegen: Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. "Polen und Deutschland verfügen über eine gemeinsame Vertrauensbasis, und wir wissen, dass wir miteinander sprechen und zusammenarbeiten können", sagte die Staatsministerin.

 

© Agata Władyczka

Das Konzert selbst begann mit Krzysztof Pendereckis (1933 – 2020) Cadenza für Solo-Violine (1984), brillant dargeboten auf der Violine von  Viviane Hagner. Erstmalig nahm – zur Begeisterung des Publikums – auch die Europa Chor Akademie Görlitz mit Brahms Requiem am Festival teil.

30 Jahre Weimarer Dreieck: Jubiläumskonzert mit Krzyżowa-Music

Am 29. August 2021 luden das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland gemeinsam mit dem Generalkonsulat von Frankreich (Krakau) und dem Woiwodschaftsamt Niederschlesien zu klassischer Musik in der Synagoge zum Weißen Storch ein. Das feierliche Konzert fand statt anlässlich des 30jährigen Jubiläums der Gründung des Weimarer Dreiecks. Etwa 200 Gäste lauschten 200 Personen lauschten des Internationalen Kammermusikfestivals "Krzyżowa-Music". Die Musikerinnen und Musiker spielten ein klassisches Konzert mit Stücken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Alexandre Tansman, Gabriel Fauré und Ludwig van Beethoven.

Die Veranstaltung begann mit kurzen Ansprachen des Woiwoden von Niederschlesien Jarosław Obremski, der französischen Generalkonsulin in Krakau Anne Schmidt-Riou, des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland in Breslau Hans Jörg Neumann, dem Bevollmächtigten für Internationale Beziehungen des Marschalls von Niederschlesien Krzysztof Bramorski, und der Geschäftsführerin der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung Dorota Krajdocha.

Das Kammermusik-Festival "Krzyżowa-Music" fand zeitgleich vom 21. August bis 5. September 2021 im kleinen Ort Kreisau, im Herzen Niederschlesiens, statt. Bereits zum siebten Mal trafen sich dort alte und junge Musikerinnen und Musiker aus aller Welt, um gemeinsam europäische Kultur zu leben und sich auszutauschen, die deutsch-polnische Freundschaft mit Konzerten in Dorfkirchen oder auch in der Synagoge Breslau zu feiern.

Musikalische Leiterin des Festivals ist Viviane Hagner, die auch selbst an diesem Abend spielte. Viviane Hagner gehört zu den profiliertesten Musikerinnen ihrer Generation und begeisterte auch die 200 Gäste an diesem Konzertabend in der feierlichen Atmosphäre des beliebten kulturellen Zentrums. Die Synagoge zum Weißen Storch wurde in den Jahren 1827 bis 1829 durch Carl Ferdinand Langhans erbaut. Nach umfassender Renovierung wurde das ehemalige Gotteshaus im Mai 2010 neu eröffnet. Zusammen mit einem kleinen Gebetsraum dient die Synagoge der jüdischen Gemeinde sowohl als zusätzlicher Tempel wie auch als kulturelles Zentrum. Die hier stattfindenden Kultur- und Bildungsprojekte sind integraler und beliebter Bestandteil des kulturellen Lebens in Niederschlesien.

Starke Worte von starken Frauen

Ein Mann und drei Frauen stehen nebeneinander, hinter ihnen ein Teil eines alten Schlosses
Bürgermeister von Wałbrzych Roman Szełemej, Staatsministerin Katja Meier, Swetlana Alexijewitsch und Olga Tokarczuk (v.l.n.r.)  © Agata Władyczka

Am 16. Juli 2021 reiste Europaministerin Katja Meier zum Festival „Góry Literatury“ („Berge der Literatur“). Das 2015 ins Leben gerufene Festival ist auch bekannt als Olga-Tokarczuk-Literaturfestival, benannt nach seiner Gründerin. Aus dem lokalen Literaturevent ist mittlerweile ein internationales Festival geworden – mit Film, Musik, Tanz, Workshops, Diskussionsrunden, geführten Ausflügen – und ein Forum für gesellschaftlich und politisch relevante Themen, die auch das Schaffen von Olga Tokarczuk prägen: Geschichtsbewusstsein, das Verhältnis von Menschen und Natur sowie Umweltschutz. Organisiert wird das Festival an mehreren Orten des Glatzer Landes durch die Stiftung der Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk.

Eröffnet wurde die Veranstaltung am 16. Juli 2021 auf Schloss Fürstenstein / Zamek Książ in Waldenburg / Wałbrzych von der Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk, die die Bedeutung der Sprache für die heutige Zeit betonte: „Mir scheint, dass wir immer mutiger werden, die wichtigen, wesentlichen Dinge zu sagen, die wir in diesen schwierigen Zeiten so dringend brauchen", sagte die polnische Nobelpreisträgerin.

Staatsministerin Katja Meier nahm an der Podiumsdiskussion „Feminismus, Gender und andere Monster" teil, moderiert von der Feministin Prof. Magdalena Środa. Weitere Teilnehmerinnen der Debatte waren die Kommentatorin Katarzyna Kasia und die Feministin, Journalistin und Akivistin Beata Kozak aus Krakau.

Im Rahmen der Veranstaltung kam Europa- Gleichstellungs- und Demokratieministerin Katja Meier auch mit den polnischen und belarussischen Literaturnobelpreisträgerinnen Olga Tokarczuk und Swetlana Alexijewitsch ins Gespräch. Sie sind eine der wichtigsten Stimmen in der Literatur ihrer Länder. Die Frauen diskutierten die großen Fragen der Zukunft: die Sicherung von Frieden, Demokratie, Freiheit und Feminismus in Europa.

„Es ist eine große Ehre für mich, mit Olga Tokarczuk und Swetlana Alexijewitsch im Gespräch zu sein. Diese beiden beeindruckenden Frauen sind Vorbilder, wie unsere Gesellschaft sie braucht. Mit ihrem Mut und ihrer intellektuellen Schärfe inspirieren sie die Menschen und gerade die Frauen in ganz Europa und darüber hinaus. Swetlana Alexijewitsch hat mit ihrem Werk ein bleibendes Zeichen für den Frieden, für die Demokratie und die Freiheit gesetzt. Ihre Aufarbeitung der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hat mich als Atomkraftgegnerin tief bewegt. Olga Tokarczuk gibt den Frauen in Polen den Rückhalt, den sie gerade jetzt brauchen, wo das gesellschaftliche Klima von patriarchalem Reaktionismus bedroht wird“, sagte Staatsministerin Katja Meier.

2021 übernahm die sächsische Europa- und Gleichstellungsministerin Katja Meier die Schirmherrschaft des Festivals. Im selben Jahr erhielt es den Sonderpreis des Kulturpreises Schlesien. Neben dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau war auch das Kulturreferat für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz einer der Kooperationspartner der diesjährigen Ausgabe des Festivals.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Kultur und demokratische Teilhabe

Staatssekretär Mathias Weilandt am Rednerpult © Agata Władyczka

Am 8. Juli eröffneten im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau die Musikerinnen des Kammermusikfestivals "Krzyżowa-Music" eine Pressekonferenz zu den europapolitischen Zielen des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung.

Im Rahmen seines anschließenden Vortrags stellte Mathias Weilandt, Staatssekretär im SMJusDEG die Unionsbürgerschaft in den Mittelpunkt des europäischen Projekts. Wer sie stärke, stärke die demokratische Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger, den Schutz ihrer Rechte und ihre Mobilität. Die Zusammenarbeit mit Sachsens europäischen Nachbarn Polen und Tschechien hat Verfassungsrang. Mit seiner Lage in der Mitte Europas, auf rund 600 Kilometer an Tschechien und Polen angrenzend, und mit vier Euroregionen komme Sachsen eine Brückenfunktion zwischen Ost und West zu.

Das Ministerium und seine Verbindungsbüros in Brüssel, Breslau und Prag haben zum Ziel, die Zivilgesellschaft in den Bereichen Rechtsstaatlichkeit, Nachhaltigkeit, Asyl und Migration, Gleichstellung, Schutz von Minderheiten, LGBTIQ zu vernetzen und zu unterstützen. Die Beziehungen zwischen Sachsen, Tschechien und den Wojewodschaften Niederschlesien und Lebus der Republik Polen seien von Offenheit und gegenseitigem Respekt geprägt. Die bereits engen bilateralen sowie grenzüberschreitenden Beziehungen zu den unmittelbaren Nachbarn hätten eine hohe Priorität und sollten in den kommenden Jahren auf Ebene der Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Ökologie genauso wie in Fragen der Sicherheit, des Umweltschutzes und der Bildung intensiviert werden. Das SMJusDEG möchte für ein intelligenteres, ein grüneres und CO2-freies, ein sozialeres und vor allem in bürgernäheres Europa werben.

Aleksandra Królak-Wąsowicz berichtete im Anschluss über die Projekte der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung. Eines der Projekte ist das Musik-Workshop-Festival "Krzyżowa-Music". In Kreisau/Krzyżowa, das wie kaum ein anderer Ort für den Wunsch nach einem nachbarschaftlich geeinten, friedlichen Europa steht, für Austausch und Kultur, wird das internationale Musik-Workshop-Festival Krzyżowa-Music in diesem Jahr seine 7. Saison vom 21. August bis 5. September 2021 feiern. Der Generaldirektor des Festivals, Dr. Matthias von Hülsen, und die musikalische Leiterin, Prof. Viviane Hagner, stellten die Höhepunkte des diesjährigen Musikfestivals vor.

Während der konzertanten Pressekonferenz wurden Werke von Frédéric Chopin und Robert Schumann (dem berühmtesten Sohn der Stadt Zwickau) von der international anerkannten Pianistin, Julia Hamos und Violinistin Viviane Hagner aufgeführt.

Danach traf sich Staatssekretär Mathias Weilandt im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Breslau mit den Vertreterinnen und Vertretern der deutschen und polnischen Frauenorganisationen unter anderen des Landesfrauenrat Sachsen e.V. und des Breslauer Frauenrates.

Deutsch-Polnischer Wirtschaftskreis "Europa Forum"

Nach einer langen Pause konnte am 24.Juni 2021 unter  Beachtung der Coronaregeln wieder eine Präsenzveranstaltung im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau stattfinden.

Der Deutsch-Polnische Wirtschaftskreis Europa Forum traf sich am 24. Juni 2021 im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau. Das Treffen stand  unter dem Motto „Grenzenlose Visionen – Orte, Ideen, Menschen“.

Im sächsischen Verbindungsbüro  sprach zunächst  dessen neuer Leiter, Thomas Guddat, der sich auch als Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Richtervereinigung e.V. seit Jahren für das wechselseitige Verständnis der Rechtssysteme und die freundschaftliche Verständigung zwischen beiden Ländern engagiert.

Andrea Behr, Geschäftsführerin der Europastadt Görlitz-Zgorzelec GmbH (EGZ) präsentierte anschließend Görlitz als Wirtschaftsstandort mit namhaften Unternehmen wie Siemens, dem Waggonbau oder Birkenstock.

Als letzter Programmpunkt hielt der Präsident des Rates der Olga-Tokarczuk-Stiftung und der Direktor des Literaturhauses in Breslau - Herr Irek Grin einen kurzen Vortrag unter dem Titel: „Wenn sich die Geschichte ändert, dann ändert sich die Welt“. Der Vortrag bot einen kurzen Einblick in die Persönlichkeit der Nobelpreisträgerin, in die Geschichte sowie Programmplanung ihrer Stiftung sowie in die Restaurierung der durch die Stadt Breslau zur Verfügung gestellten Villa.

Für die Teilnehmer des Juni-Treffens hatte die Stiftung eine besondere Überraschung vorbereitet – während der Veranstaltung wurden die Bücher von Olga Tokarczuk – signiert durch die Schriftstellerin - zum Kauf angeboten.

„Die Deutsch-Polnischen Beziehungen hängen von uns ab“

Schriftzug Liebe geht durch den Magen. Freundschaft auch. über einem Teller Pierogi © Rochu_2008 I AdobeStock

...meint die Sächsische Europaministerin Katja Meier in der Folge 5 der Podcast-Reihe des Goethe-Instituts Warschau. Partner dieser Folge sind das Goethe-Institut Warschau und das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau.

"Nationen können nur über die Bürgerinnen und Bürger zusammenwachsen", sagt sie und weist darauf hin, dass die Zusammenarbeit auf der Ebene der Zivilgesellschaft am wichtigsten ist. Auch den interregionalen Austausch zwischen dem Freistaat  Sachsen und den Woiwodschaften Niederschlesien und Lebuser Land nimmt die Ministerin genauer unter die Lupe. Im Podcast spricht Katja Meier außerdem darüber, wie sich Sprache auf die Gleichberechtigung der Geschlechter auswirkt. 30 Jahre gute Nachbarschaftsbeziehungen sind ein besonderer Grund zum Feiern! Vom 10. bis 16. Juni 2021 erscheint täglich ein neuer Quiz-Podcast auf der zweisprachigen Webseite des Projekts  zu Themen deutsch-polnischer Nachbarschaft in kultureller, sozialer und ökologischer Hinsicht. Die Podcasts richten sich an Interessierte, die mehr über die deutsch-polnischen nachbarschaftlichen Beziehungen erfahren wollen.

Das 30jährige Jubiläum feiern wir am 17. Juni 2021. An diesem Tag vor genau 30 Jahren wurde der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag unterzeichnet. Die Zusammenarbeit mit den polnischen Nachbarregionen hat sich in den letzten Jahren weiter vertieft. Grundlage dafür sind die gemeinsamen Erklärungen des Freistaates Sachsen mit den Woiwodschaften Niederschlesien und Lebuser Land. Mit dem im Jahr 2012 eröffneten sächsischen Verbindungsbüro in Breslau wurden diese Kooperationen weiter ausgebaut und die Beziehungen intensiviert.

Die Webseite in polnischer Sprache: www.dobresasiedztwo.de
Die Webseite in deutscher Sprache: www.gutenachbarschaft.pl

Europatag 9. Mai 2021 - Kunstwettbewerb für Kinder "Mit dem Zug durch das grüne Europa"

Ein Zug fährt durch ein malerisches Feld © YesPhotographers | adobe stock

Das Datum des 9. Mai bezieht sich auf die Unterzeichnung der historischen Schuman-Erklärung, die den Beginn der europäischen Integration markiert. In diesem Jahr werden die Feierlichkeiten zum Europatag, auch in Breslau, einen besonderen Charakter haben – im Schatten der Pandemie und des Kampfes gegen das Coronavirus. Zumindest einige der Attraktionen werden jedoch die Möglichkeit zur direkten Teilnahme bieten.

Im Rahmen der Europawoche veranstaltet das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau gemeinsam mit der Regionalvertretung der Europäischen Kommission und der Schule für Zeichnung, Malerei, Bildhauerei und Grafik OKO einem Kunstwettbewerb für Kinder "Mit dem Zug durch das grüne Europa". Das Thema des Kunstwettbewerbs ist das Europäische Jahr der Eisenbahnen 2021. Gemeinsam wollen wir die Bahn als nachhaltiges, intelligentes und sicheres Verkehrsmittel fördern.

Weitere Informationen zum Wettbewerb unter dem Link Europatag 2021

28. Januar 2021 - Klimaneutrale Fernwärme für die Europastadt Görlitz / Zgorzelec

Blick über einen Fluss auf eine Kirche und mehrere Häuser einer Altstadt
Blick auf die Altstadt der Europastadt Görlitz / Zgorzelec  © SMJusDEG

In einer Zeit, wo Umweltschutz in aller Munde ist, verbinden Görlitz und Zgorzelec ihre Fernwärmenetze, um gemeinsam die Europastadt mit klimaneutraler Fernwärme zu versorgen. Eine Zusammenarbeit mit Symbolcharakter für die Europastadt und Vorbildfunktion in ganz Europa: zwei Länder arbeiten Hand in Hand für eine klimaneutrale Versorgung ihrer Bürger.

Am 28. Januar 2021 fand eine Online-Sitzung der Arbeitsgruppe „Grenzüberschreitende klimaneutrale Fernwärme der Europastadt Görlitz/Zgorzelec“ statt. Ziel des Projektes ist es, die Bürgerinnen und die Bürger der Europastadt bis Ende 2030 mit klimaneutraler Fernwärme zu versorgen.

Das Treffen hat der Staatssekretär und Amtschef des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung Mathias Weilandt eröffnet. Der Staatssekretär betonte, dass das Projekt eine gemeinsame, grenzüberschreitende Initiative zum Klimaschutz vom Freiststaat Sachsen und der Woiwodschaft Niederschlesien ist. „Wir sind stolz, dass die Europastadt GörlitzZgorzelec mit dem Projekt „Klimaneutrale grenzüberschreitende Fernwärme“ einen großen Beitrag zur ehrgeizigen, gesamteuropäischen Aufgabe Klimaneutralität bis 2050 liefern wird (…) Ein solches Projekt kann im sächsisch-polnischen Grenzraum Modellcharakter für Kommunen in ganz Europa haben. Wir unterstreichen damit, dass die Themen Energieeffizienz-Steigerung, Klimaschutz und Reduzierung von CO2 auch in der lokalen Selbstverwaltung Europas immer wichtiger werden“.

An der Online-Sitzung nahmen die Vertreterinnen und Vertreter sächsischer Ministerien, der Stadtwerke Görlitz AG, der ZPEC, der Europastadt Görlitz / Zgorzelec GmbH in Görlitz und Zgorzelec teil.

Das sächsische Verbindungsbüro Breslau unterstützt das Projekt als Partner in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

25. Januar 2021 - Europaministerin spricht mit polnischen Studenten aus Wrocław

Europaministerin Katja Meier wird am 25. Januar vor Studentinnen und Studenten der Rechtswissenschaften der Universität Wrocław einen Online-Vortrag über die aktuellen Beziehungen zwischen Sachsen und Niederschlesien halten. Anschließend beantwortet sie Fragen der Studenten zur grenzüberschreitenden interregionalen Zusammenarbeit, die im deutsch-polnischen Grenzgebiet seit über 20 Jahren erfolgreich umgesetzt wird. Ein wichtiges Thema des Treffens werden auch die Prioritäten Sachsens für die Zukunft Europas und die Entwicklung der Unionsbürgerschaft sein.  

Das wissenschaftliche Personal der Universität Wrocław wird vertreten sein durch: Prof. Dr. Patrycja Matusz, Prorektorin für internationale Beziehungen der Universität Wrocław und Dr. Agnieszka Malicka, Tutorin des Wissenschaftlichen Kreises des modernen Rechts der deutschsprachigen Länder. Hintergrund der Veranstaltung sind unter anderem der 50. Jahrestag des Warschauer Vertrages und der 30. Jahrestag des deutsch-polnischen Grenzvertrages.

24.09. - 25.09.2020 - Europaministerin besucht Wrocław/Breslau

Staatsministerin Katja Meier hat während ihres zweitägigen Wrocław-Besuches am 24. und 25. September Schüler, Vertreter von unter anderem Demokratie-, LBGTI-, Frauen- und Bürgerrechtsbewegungen und polnische Amtsträger getroffen. So tauschte sie sich mit dem Marschall von Niederschlesien, Cezary Przybylski, dem stellvertretenden Woiwoden von Niederschlesien, Bogusław Szpytma und dem stellvertretenden Bürgermeister von Wrocław, Jakub Mazur, über aktuelle grenzüberschreitende Projekte aus. Katja Meier wollte mit ihrem Besuch in der Hauptstadt der sächsischen Partnerregion in Polen in einen persönlichen Dialog mit Vertreter*innen Niederschlesiens treten. Neben dem Besuch der Bildungsmesse standen eine Podiumsdiskussion »Klima für Veränderungen« in der Synagoge zum Weißen Storch auf dem Programm sowie Gespräche mit Regionalpolitikern zu den Themen Tourismus, Bildung, Demokratie und Gleichstellung auf dem Programm.

08.07.2020 - Feierliche Eröffnung des neuen Verbindungsbüros vom Freistaat Sachsen in Breslau/Wrocław

Europaministerin Katja Meier und Ministerpräsident Michael Kretschmer haben das neue Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau/Wrocław offiziell eröffnet. Der Marschall der sächsischen Partnerwojewodschaft Niederschlesien, Cezary Przybylski, überreichte Michael Kretschmer bei dem Termin das Ehrenabzeichen für Verdienste um die Woiwodschaft Niederschlesien. Angemeldet war auch die Marschallin der Partnerwojewodschaft Lubuskie, Elzbieta Anna Polak.

 

22.04.2020 - Sachsen übergibt Schutzmasken an Partnerregion Niederschlesien

Am 22.04.2020 übergab Ministerpräsident Michael Kretschmer vor der Sächsischen Staatskanzlei insgesamt 100.000 Schutzmasken an die sächsische Partnerregion Niederschlesien. Während der Corona-Krise ist die dortige Situation bezüglich der Ausrüstung von Schutzmaterial besonders angespannt. In Sachsen ist der Bedarf aktuell gedeckt.

03.03.2020 – »Informatik und Biologie – Beziehung der Zukunft«

Menschen in einem prunkvollen, ausgemalden und mit goldenen Ornamenten verziertem Gewölbe von hinten zu sehen, weit hinten steht ein Redner.
Prof. Dr. Ivo Sbalzarini in der Aula Leopoldina der Universität Wrocław.  © wca

Können sich Krebszellen so transformieren, dass sie sich selbst töten? Können Sie allein aus Luft und Sonnenlicht sauberen Biokraftstoff herstellen? Ist es möglich, Zellen und Bakterien so zu programmieren, dass sie unseren Anweisungen folgen?

Prof. Dr. Ivo Sbalzarini war am 3. März 2020 Gast des Akademischen Zentrums Wrocław (wca) in Kooperation mit dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in der Aula Leopoldina der Universität Wrocław und stellte die Herausforderungen in diesem wissenschaftlichen Projekt der TU Dresden vor.

Wenn wir Bakterien so programmieren könnten, dass sie aus Luft und Sonnenlicht CO2-neutrale Biokraftstoffe produzieren, würde dies zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen. Wenn wir Krebszellen so programmieren könnten, dass sie sich selbst töten, würde dies die Zeit des gesunden Lebens für die Menschen verlängern. Wenn wir die Pflanzen so programmieren könnten, dass sie Wasser nur dann verbrauchen, wenn es verfügbar ist, könnten wir die wachsende Bevölkerung der Menschen auf der Welt leichter ernähren. Wenn wir die interne Funktionsweise lebender Systeme besser verstehen, könnten wir die Herausforderungen der Zukunft bewältigen, die uns jetzt erschrecken. Dies erfordert jedoch nicht nur Kenntnisse über Moleküle und größere Teile lebender Systeme, sondern auch ein Verständnis darüber, wie sie intern funktionieren, wie sie Informationen verarbeiten und wie all dies in Genen codiert und gespeichert wird. Das Verständnis dieser biologischen »Algorithmen« ist das Ziel der wissenschaftlichen Disziplin »Systembiologie«, die Informatik und Biologie kombiniert.

Prof. Dr. Ivo Sbalzarini ist Leiter des Fachbereichs Computational Systems Biology an der Fakultät für Informatik der Technischen Universität Dresden, Professor für Mathematik an der Technischen Universität und Direktor des Zentrums für Systembiologie in Dresden. Er ist außerdem ständiger Leiter der Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Biologie und Molekulargenetik in Dresden. 2002 schloss er sein Maschinenbaustudium an der ETH in Zürich ab (erhielt den Villa Studer Award). 2006 promovierte er an der ETH in Zürich Informatik (für seine Promotion wurde er vom Weizmann-Institut mit dem Chorafas-Preis ausgezeichnet), an der ETH forschte er an der Grenze zwischen Biologie und Informatik. 2006 wurde er Professor an der IT-Abteilung der ETH in Zürich. 2012 wechselte Ivo Sbalzarini nach Dresden, wo er einer der Gründer des neuen Max-Planck-Systems-Biologie-Zentrums wurde. Er ist außerdem Leiter der Forschungsabteilung des Exzellenzclusters »Physik des Lebens«, Dekan der Max-Planck International Research School im Bereich Zell-, Entwicklungs- und Systembiologie, stellvertretender Dekan der Fakultät für Informatik der Technischen Universität Dresden.

30.11.2019 – Jubiläumsjahr unter dem Weihnachtsbaum gewürdigt

Mädchen mit langem braunem Haar spielt Klavier, Erwachsene und Kinder stehen um sie herum oder sitzen auf dem Fußboden. An den roten Wänden hängen Bilder im Goldrahmen. © Sächsisches Verbindungsbüro Breslau

Am 30. November 2019 eröffneten die international bekannten Schulchöre Bel Canto und Con Passione aus Wrocław im Historischen  Treppenhaus des Dresdner Stadtmuseums die Adventszeit mit polnischen, deutschen und südafrikanischen Weihnachtsliedern. Beide Chöre waren 2018 und 2019 Mitwirkende beim trinationalen Projekt CHORALARM der Semperoper und der beiden Verbindungsbüros In Prag und Breslau. Mit diesem Konzert wurde die 60-jährige Städtepartnerschaft von Dresden und Wrocław sowie die 20-jährige Regionalpartnerschaft zwischen dem Freistaat Sachsen und der Wojewodschaft Niederschlesien zum Jahresende noch einmal musikalisch gewürdigt. Die 40 polnischen Kinder waren mit ihren Eltern und Verwandten nach Dresden gekommen, um mit diesem Konzert auch die  zwischenmenschlichen  Partnerschaften und ihr Interesse an dieser Nachbarschaft, zu symbolisieren.

Das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau und die Stadt Dresden haben diese Reise – durch Vermittlung der Leiterin des Kraszewski Museums – ermöglicht. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Striezelmarktes und am Sonntag, den 1. Dezember 2019 die Mitwirkung bei der polnischen Messe in der Katholischen Hofkirche mit Psalmen und polnischen Weihnachtsliedern.

Der 3. Sächsisch-Polnische Innovationstag – initiiert vom Verbindungsbüro in Kooperation mit den Technischen Universitäten Wrocław und Dresden – fand am 7. und 8. November 2019 auf dem TU-Campus an der Oder statt. Das Konferenzthema und Veranstaltungsformat »Technik.Mensch.Zukunft« wurde erstmals von Wissenschaftlern der technischen und geisteswissenschaftlichen Disziplinen aus Polen und Sachsen in einem über sechsmonatigen Diskurs erarbeitet. In einer beispielhaften Kooperation zwischen dem Verbindungsbüro, den beiden Technischen Universitäten, dem Akademischen Zentrum der Stadt Wrocław und der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH konnte ein Konferenzangebot unterbreitet werden, dem über 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefolgt sind. Damit hat sich der Innovationstag 2019 mit der bisher höchsten Teilnehmerresonanz zu einem nachhaltigen Wissenschaftsevent etabliert.  

Innovative Spitzenleistungen erfordern Spitzenkräfte. Das Verhältnis von Mensch, Wissenschaft und Wirtschaft ist daher noch nie so philosophisch und politisch wie heute, so der Leiter des Verbindungsbüros in seiner Anmoderation. Die humanistische Herangehensweise an technologische Prozesse, so betonte die Philosophin der Universität Wroclaw Frau Prof. Dr. Maria Kostyczak, ist die unsichtbare aber integrierte Seite der sichtbaren Technologie. Obwohl nicht sichtbar und greifbar, ist die Theorie des Humanismus in der Technologie höchst wirksam, denn kreatives Machen und strukturiertes Denken gehören zusammen. Die humanistische Theorie in der Technologie ist mit vielen anderen wissenschaftlichen Disziplinen verknüpft, unter anderem den Kunstwissenschaften, den Ingenieurswissenschaften, den Sozialwissenschaften, der Geschichte und der Philosophie.

Dieser theoretische Ansatz wurde in unterschiedlichen Konferenzformaten (z. B. R2B – Research to Business) von den Vertretern der technischen Wissenschaften und der Wirtschaft mit Produktentwicklungen dokumentiert, diskutiert und bekräftigt.

Studenten des ILK der TU Dresden und dem aerodynamischen Team der Bergbau- und Hüttenakademie der TU Krakau arbeiten z. B. im Flugzeugbau zusammen und präsentierten Beispiele des elektrischen Fliegens und Neuerungen aus dem Bereich der Wasserstofftechnologie.

Die Leiterin des Regionalbüros der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer in Breslau, Iwona Makowiecka, moderierte eine durchaus kontroverse deutsch-polnische Expertenrunde. Der Innovationstag fand seinen Höhepunkt mit der Besichtigung ausgewählter Labore der TU Wrocław, dem smog- und staufreien Innovationstransfer (Polinka/Seilbahn) visitwroclaw.eu/miejsce/polinka-wroclaw über die Oder zum Hydropolismuseums https://hydropolis.pl/de/

In einem Grußwort unterstrich der Bevollmächtige des Marschalls der Wojewodschaft Niederschlesien, Krzystof Bramorski, die ausgezeichneten Wissenschafts- und Wirtschaftskontakte mit Sachsen und würdigte die inspirierende Zusammenarbeit mit dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen.

Der 4. Sächsisch-Polnische Innovationstag 2020 soll mit weiteren Kooperationspartnern (z. B. der TU Freiberg und tschechischen Wissenschafts- und Wirtschaftsvertretern) ausgerichtet werden. Der Prorektor der TU Freiberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Rudolf Kawalla, lieferte in seinem Vortrag dafür einen thematischen Vorschlag: »Der Schrott von heute ist der Rohstoff von morgen«.

23.10.2019 – CASUS – Görlitzer Wissenschaftszentrum des 21. Jahrhunderts

Am 23. Oktober 2019 präsentierten der Wissenschaftliche Direktor der Helmholtz Gesellschaft Dresden-Rossendorf, Prof. Dr. Dr. h.c. Roland Sauerbrey und der Leiter des Wissenschaftlichen Nachwuchszentrums der Helmholtz Gesellschaft, Dr. Michael Bussmann, im Verbindungsbüro Breslau das wissenschaftliche Zentrum für digitale interdisziplinäre Systemforschung CASUS, das in Görlitz seine Aufbauarbeit begonnen hat.

Der Vizestadtpräsident von Wrocław, Jakub Mazur, übermittelte die Willkommensgrüße des Stadtpräsidenten, Jacek Sutryk und würdigte die Wissenschaftskooperationen zwischen unseren Partnerregionen. Prof. Dr. Leszek Pacholski von der Universität Wrocław unterstrich die exzellenten Bedingungen, die mit CASUS für den Wissenschaftsstandort an der deutsch-polnischen Grenze geschaffen werden.

Das Verständnis und die Vorhersagbarkeit der Entwicklung komplexer Systeme wird in den nächsten Jahren immens an Bedeutung gewinnen, zum Beispiel zum besseren Verständnis des menschlichen Organismus, der langfristigen Entwicklung des Systems Erde und der Entwicklung neuartiger Materialien, die immer wichtiger werden für die Forschung und für die Wirtschaft. CASUS soll daher in Görlitz das Zentrum für digitale interdisziplinäre Systemforschung in Deutschland werden. Ein Institut mit dieser Ausrichtung gibt es bisher nicht, daher soll CASUS ein attraktiver Ort an der deutsch-polnischen Grenze für international führende Experten werden, die aus den verschiedenen Disziplinen der Systemforschung und deren Anwendungen, der Methodenforschung zu Modellierung und Datenanalyse sowie der Mathematik kommen und in interdisziplinären Teams zusammenarbeiten. CASUS will die besten Köpfe für Spitzenforschung in der digitalen Systemwissenschaft an einem Ort zusammenbringen. Dabei wird hoher Wert auf innovative und unorthodoxe Forschungsansätze gelegt, um historisch gewachsene Strukturen einzelner Disziplinen zu überwinden und interdisziplinäre Lösungen zu fördern.

An der hochrangig besetzten Veranstaltung, die im Beisein der Ständigen Vertreterin des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland in Wrocław, Frau Jana Orlowski und des Vizestadtpräsidenten von Wrocław, Jakub Mazur, stattfand, nahmen folgende Wissenschaftler teil:

  • Prof. Dr. habil Ing. Leszek Pacholski, Universität Wrocław und Polnischer Projektpartner von CASUS
  • Prof. Dr. habil Ing. Arkadiusz Mężyk, Rektor der Technischen Universität Schlesien, Gliwice
  • Prof. Dr. habil Anna Chełmońska-Soyta, Prorektorin für Innovation und wirtschaftliche Zusammenarbeit der Naturwissenschaftlichen Universität Wrocław
  • Prof. Dr. Halina Kwaśnicka, Leiterin der Fakultät für Künstliche Intelligenz der Technischen Universität Wrocław
  • Prof. Dr. habil Ing. Edward Chlebus, Technische Universität Wrocław und Direktor Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahlentechnik Wrocław
  • Prof. Dr. hab. Ing. Rafał Weron, Fakultät für Informatik und Management der Universität Wrocław
  • Dr. Ing. Robert Sot, Stellvertretender Direktor des Interdisziplinären Zentrums  für Mathematische- und Comutermodellierung der Universität Warszawa
  • Dr. hab. Tomasz Zaleski, Stellvertretender Direktor des Wissenschaftlichen Instituts  für Niedrigtemperaturen und Strukturforschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften Wrocław
  • Rafał Pawełczak, Direktor der Abteilung Projektmanagement der Technischen Universität Wroclaw

CASUS-Partner sind:

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)

Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG)

Technische Universität Dresden und Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH)

Uniwersytet Wrocławski

18.10.2019 – Auswertung Lehrerworkshop

Frau vor Zuhörerinnen, Folie im Hintergrtund an die Wand projeziert
Dorota Feliks, Direktorin WCRS  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Am 18. Oktober 2019 fand im Sächsischen Verbindungsbüro in Breslau – nach dem Studienaufenthalt im September in Chemnitz – eine Auswertung statt. Ziel des Treffens war es, den Arbeitsbesuch zusammenzufassen und Beobachtungen über bewährte Praktiken in den sächsischen Schulen, die Willkommenskurse für ausländische Schüler anbieten, auszutauschen. Zu den wichtigsten Schlussfolgerungen gehörte der Wunsch aller Teilnehmer, die Zusammenarbeit zwischen den Schulen in Breslau und Chemnitz fortzusetzen und bewährte Praktiken beim Unterricht von Polnisch/Deutsch als Fremdsprache auszutauschen.

An dem Treffen nahmen Vertreter, Direktoren und Lehrer von sieben Schulen in Breslau teil, die die Vorbereitungsklassen auf Polnisch durchführen. Das Projekt wurde im September 2019 gestartet und basiert auf den Erfahrungen der Chemnitzer Schulen.

Manuela Plizga-Jonarska, Koordinatorin für Interkulturellen Dialog im WCRS  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Dorota Feliks, Direktorin des WCRS, dankte den Direktoren und Lehrern für ihr Engagement bei diesem innovativen Projekt und äußerte die Hoffnung, dass die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich fortgesetzt wird.

Die Organisatoren des Besuchs waren: WCRS (Städtische Entwicklungsgesellschaft) und LASUB Chemnitz, mit Unterstützung des Verbindungsbüros . Besonderer Dank gilt Frau Petra Bilz vom LASUB Chemnitz für die Einladung und Organisation des Studienaufenthaltes und dem Verbindungsbüro für die Hilfe bei der Kontaktaufnahme, dem Dolmetschen der Vorträge.

Mehr über das Projekt Wrocław unter www.wielokultury.wroclaw.pl/en/preparation-classes-for-foreign-children/

12.10.2019 – Klingende Partnerschaft

Männer und Frauen haben Partituren in der Hand und singen im Chor. Einige sitzen, andere stehen. Im Hintergrund des Raumes ein historisches Relief.
Bei der Probe.  © Kammerchor ad lbitum)

Ein Festkonzert aus Anlass der 60-jährigen Städtepartnerschaft Dresden – Breslau/Wrocław und der 20-jährigen Regionalpartnerschaft des Freistaates Sachsen und der Wojewodschaft Niederschlesien fand am Sonnabend, 12. Oktober 2019, 19:00 Uhr – im Beisein des Leiters des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen Uwe Behnisch – in der Dreikönigskirche Dresden statt.

Ausführende waren:

  • Kammerchor ad libitum Dresden
  • Feichtinum Chor Breslau/Wrocław
  • Solisten des vocalis ensemble Dresden
  • Tomasz Kmita-Skarsgard, Orgel Breslau/Wrocław
  • Hans-Ludwig Raatz, Violoncello
  • Christoph Bechstein, Kontrabass
  • Leitung: Artur Wróbel (Wrocław) und Karsten Sprenger (Dresden)

Es erklang: a-capella Musik u. a. von Andrea Gabrieli und Jacobus Gallus sowie Te Deum Laudamus von Felix Mendelssohn Bartholdy für zwei Chöre, Solistendoppelquartet und Basso continuo.

Auszug aus dem Grußwort des Chefs der Staatskanzlei, Oliver Schenk, Schirmherr des Projektes:
»Das sächsisch-polnische Chorprojekt ist für unsere grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein leuchtendes Beispiel. Vor gut einem Jahr traten sie zu ihrem ersten gemeinsamen Konzert in der Breslauer Hofkirche auf, sie sangen Joseph Haydns ›Maria-Theresia-Messe‹ und Vivaldis ›Gloria‹. Jetzt folgt nun der zweite Auftritt, diesmal mit dem Feichtinum-Chor der Musikakademie Breslau und dem Dresdner vocalis-ensemble. Und das dritte Konzert ist bereits für kommendes Jahr in Vorbereitung. Ich habe durch dieses Chorprojekt etwas wiederentdeckt: Breslau war einst eine der wichtigsten Musikstädte Europas. Die Breslauer Singakademie, also der große gemischte Chor, wurde 1825 gegründet und war im 19. Jahrhundert die Speerspitze der schlesischen Chorbewegung. Es gab die Schlesischen Musikfeste, die berühmten Breslauer Orgeltage, Orchester und die legendäre Breslauer Oper. Carl Maria von Weber war Kapellmeister am Breslauer Stadttheater, bevor er nach Dresden an die Hofoper kam. Der berühmte Dirigent und Komponist Wilhelm Furtwängler hat seine musikalische Laufbahn in Breslau begonnen. Sein Kollege Otto Klemperer war gebürtiger Breslauer, ebenso ist es der Pianist und Dirigent Christoph Eschenbach, der 2019 mit 79 Jahren Chefdirigent des Berliner Konzerthausorchesters geworden ist. Im Jahr 2016 wurde er mit einer Gedenktafel in der ›Allee der Stars‹ vor dem Nationalen Musikforum Wrocław gewürdigt. Alle berühmten Musiker ihrer Zeit haben einst in Breslau gastiert oder waren fest engagiert. Und so kommen heute zwei reiche musikalische Traditionen aus dem Herzen Europas zusammen, die schlesische und die sächsische. Sie sind miteinander schon viel länger als die 60 Jahre verbunden, die die Städtepartnerschaft von Dresden und Breslau besteht. So weist das heutige Konzert weit hinaus in die europäische Vergangenheit – und auch ein Stück in die Zukunft.«

Das Konzert der sächsischen und polnischen Künstlerinnen und Künstler war ein eindrucksvolles Bekenntnis zur gelebten Nachbarschaft, wofür sich das Dresdner Publikum mit starkem Beifall bedankt hat.

Chor in der Dreikönigskirche Dresden
Chor in der Dreikönigskirche Dresden  © Verbindungsbüro Breslau.

23.-26.09.2019 – Lehrerdelegation aus Wrocław/Breslau in Chemnitzer Schulen

 

Auf Einladung des Landesamtes für Schule und Bildung Chemnitz (LASUB) weilte vom 23. bis 26. September 2019 eine Lehrerdelegation aus Wrocław in der »Stadt der Moderne«. Im Ergebnis der 3. internationalen Bildungsmesse (März 2019), die das Verbindungsbüro mit der Stadt Wroclaw und der Europäischen Kommission zum Thema Integrations- bzw. Vorbereitungsklassen ausgerichtet hatte, erfolgte nunmehr eine Exkursion zur praktischen Anschauung der Umsetzung des Sächsischen Bildungsmodells an Chemnitzer Schulen. Begrüßt wurden die vierzehn polnischen Pädagogen im Chemnitzer Rathaus vom Bildungsbürgermeister Ralph Burghardt.

An folgenden Schulen erfolgten fach- und sprachspezifische Hospitationen in den Herkunftssprachen:

Oberschule »Am Flughafen«
Johannes Kepler Gymnasium
Oberschule »Untere Luisenschule«
Gymnasium »Johann Wolfgang von Goethe«

Im Polizeipräsidium Chemnitz empfing Polizeidirektor Knut Kunze im Auftrag der Polizeipräsidentin die Lehrer zu einem Fachgespräch im Lagezentrum zum Thema »Sicherheit und Migration«. Weiterhin machten sich die Lehrer aus Wrocław in einem Werkstattgespräch im Theater Chemnitz mit theaterpädagogischen Formen und Methoden des internationalen Theaterclubs vertraut.

Mit einer bundesweiten Fachtagung zum Thema »Vielfalt ist Herausforderung und Chance für Schule mit heterogener Schülerschaft« wurde die dreitägige Weiterbildung abgeschlossen. Die polnischen Gäste sprachen bei der Verabschiedung eine Gegeneinladung nach Wrocław aus und regten aufgrund der unterschiedlichen Organisationsstrukturen (Schulautonomie in Polen) und der differenzierten Schulmodelle in beiden Ländern eine Lehrerpartnerschaft an.

22.06.2019 – Sorbisches Nationalensemble beim Festival der Kulturen in Breslau

 

Ein weiterer Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Regionaljubiläum zwischen dem Freistaat Sachsen und der Wojewodschaft Niederschlesien war am 22. Juni 2019 ein Gastspiel des Sorbischen Nationalensembles beim Festival Kaleidoskop Kultur im Altstadtpark Wrocław/Breslau, dem jährlich stattfindenden Volksfest der Kulturen.

Zur Eröffnung bedankte sich der Wrocławer Stadtpräsident, Jacek Sutryk, bei allen Mitveranstaltern für die großzügige Unterstützung zum Regionaljubiläum mit dem besonderen Gastgeschenk des Sorbischen Nationalensembles. Der Leiter des Verbindungsbüros Uwe Behnisch unterstrich in seinem Grußwort die Besonderheit der sächsisch-niederschlesischen Partnerschaft und die Einmaligkeit der sorbischen Sprache und Kultur als Brücke in die Nachbarregion.

Neben Ensembles und Chören aus der Ukraine, aus Griechenland, aus Weißrußland, aus Indien, der Sinti und Roma, der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft (Deutsche Minderheit) u.a., die in Breslau leben, präsentierte sich das Sorbische Nationalensemble als Gast mit Tanzgeschichten und Chören und präsentierte sich als musikalischer Botschafter der Nachbarregion. Das Gastspiel wurde mit großer Begeisterung und stehenden Ovationen aufgenommen.

In den internationalen Pavillons wurden regionale Produkte, Wettbewerbe und interkulturelle Workshops zum Mitmachen angeboten. Das Festival Kaleidoskop Kultur ist im 12. Jahr seines Bestehens nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken, so Stadtpräsident Sutryk. Wrocław veranstaltete dieses Open Air Festival wiederum gemeinsam mit vielen internationalen Partnern, Verbänden Stiftungen und Organisationen. Die kulturelle und sprachliche Vielfalt der »Kulturhauptstadt Europas 2016« macht sie zu einem beliebten Reiseziel, einem Ort der Lebensfreude, einer Stadt der Begegnung mit einer wechselvollen Geschichte und damit zu einer Metropole der Kulturen der Welt.

18.06.2019 – Deutsch-Polnischer Verflechtungsraum in Brüssel

Im Rahmen der 20-jährigen Regionalparterschaft von Sachsen und Niederschlesien veranstaltete das Regionalbüro der Wojewodschaft Niederschlesien in Brüssel und das Sachsen-Verbindungsbüro Brüssel am 18. Juni 2019 erstmals gemeinsam einen Expertenvortrag mit einer Debatte zum Deutschen-Polnischen Verflechtungsraum.

Das Gemeinsame Zukunftskonzept 2030 für den deutsch-polnischen Verflechtungsraum ist eine raumplanerische Vision, die zeigt, wie die Anrainerregionen auf beiden Seiten der Oder und der Lausitzer Neiße 2030 aussehen sollen. Es wurde seit 2014 durch den Ausschuss für Raumordnung der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit (kurz: Deutsch-Polnischer Raumordnungsausschuss) erarbeitet und ist ein Beitrag zur Umsetzung der Vereinbarungen zur guten Nachbarschaft und freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen.

Gäste dieser ersten niederschlesisch-sächsischen Veranstaltung im Sachsen-Verbindungsbüro Brüssel waren die hochrangigen Experten Dr. Katharina Erdmenger von der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union und ehemalige Co-Vorsitzende des Ausschusses für Raumordnung der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit und Dr. Maciej Zathey, Direktor des Instituts für Territorialentwicklung der Wojewodschaft Niederschlesien.

Der sächsisch-niederschlesische Dialog wurde aus Berlin-Brandenburgischer Perspektive durch den Vertreter der gemeinsamen Landesplanungsabteilung Herrn Detlef Herz ergänzt.

Der Leiter des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau, Uwe Behnisch, moderierte die anschließende Debatte, die, aufgrund des Alleinstellungsmerkmals in Mittelosteuropa, großes Interesse bei den internationalen Gäste des Abends fand.

Die Botschaft des Abends: Der deutsch-polnische Verflechtungsraum schafft die Grundlagen für eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur zur Ansiedlung von Wirtschaft, Menschen und Sprachen.

27.-28.05.2019 – 20-jähriges Jubiläum der Gemeinsamen Erklärung über die Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Wojewodschaft Niederschlesien

Am 17. September 1999 unterzeichneten Ministerpräsident Prof. Biedenkopf und Marschall Prof. Waszkiewicz eine Gemeinsame Erklärung. Diese Unterzeichnung und damit die Regionalpartnerschaft zwischen Sachsen und Niederschlesien jährt sich 2019 zum 20. Mal.

Aus diesem Anlass traf sich am 28. Mai 2019 das Sächsische Kabinett mit dem Vorstand der Wojewodschaft Niederschlesien in Breslau, um Bilanz der bisherigen Arbeit zu ziehen und Perspektiven für die Zukunft festzulegen.

Die Zusammenarbeit mit Niederschlesien ist die engste Regionalpartnerschaft des Freistaates. Bei dem Treffen unterzeichneten beide Regierungen ein »Kommuniqués über die Perspektiven der Regionalpartnerschaft«, dass zur weiteren Vernetzung Sachsens und Niederschlesiens beiträgt und die Zusammenarbeit beider Regionen weiterentwickelt.

Auf dem Arbeitstreffen beschlossen beide Kabinette die Basis der zukünftigen Zusammenarbeit des Freistaates Sachsen und der Wojewodschaft Niederschlesien. Dazu gehört im Wesentlichen:

  • die Intensivierung der gegenseitigen Kontakte und Vertretung der Regionen;
  • die Nutzung des wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potenzials der Regionen für Innovation und Wachstum;
  • die Intensivierung der Zusammenarbeit im Rahmen der europäischen Förderinstrumente;
  • die Zusammenarbeit in den Bereichen Infrastruktur und Verkehr;
  • die Mitarbeit in den Bereichen Bildung, Kultur, Touristik und Sport;
  • Kooperationen in den Bereichen Landwirtschaft, Umweltschutz und Naturerbe
  • die Verbesserung des Sicherheitsniveaus im Grenzraum;
  • eine verstärkte Zusammenarbeit in der Raumplanung

Im Anschluss gaben der Marschall der Wojewodschaft Niederschlesien, Cezary Przybylski und Ministerpräsident Michael Kretschmer einen Empfang für Akteure der sächsisch-niederschlesischen Zusammenarbeit.
Bereits am Vorabend spielte die Sächsische Staatskapelle Dresden mit dem österreichischen Pianisten Rudolf Buchbinder ein Festkonzert im Nationalen Musikforum Breslau, gefolgt von einem Empfang des Chefs der Staatskanzlei, Oliver Schenk.

18.05.2019 – Standing Ovations zum Abschlusskonzert von CHORALARM

 

Seit drei Jahren fordert CHORALARM / UWAGA Chór 200 Schülerinnen und Schüler zum gemeinsamen, schulübergreifenden Singen auf und überschreitet mittlerweile Grenzen. Schüler und Schülerinnen aus Wrocław/Breslau, Prag und Dresden nahmen in dieser Saison an diesem einzigartigen Projekt der Semperoper und der Felicias und Werner Egerland Stiftung teil. Der Fokus wurde auf die Freude am gemeinsamen Musizieren gelegt, immer im Bewusstsein, dass die drei Nationen mehr verbindet, als trennt und das in der längsten europäischen Friedensperiode.

Am 9. April 2019 präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihr gemeinsames Programm aus instrumentalen und vokalen Improvisationen sowie bekannten Melodien aus Musical und Film auf der Bühne der legendären Semperoper. Am 11. Mai 2019 in der Prager Bethlehem-Kapelle und am 18. Mai 2019 – zum Abschluss der Konzertsaison – in der voll besetzten Philharmonie Breslau im Beisein der Ständigen Vertreterin des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland in Breslau, Frau Jana Orlowski.

CHORALARM wurde und wird ermöglicht durch die Felicitas und Werner Egerland Stiftung. Die Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau und Prag haben den internationalen Perspektivwechsel gemeinsam mit der Semperoper in Dresden und sehr engagierten Musiklehrerinnen und Musiklehrern aus den drei Partnerregionen möglich gemacht. Der triumphale Erfolg zum Abschlusskonzert in Breslau bestätigt einmal mehr, dass Offenheit, Empathie und Kreativität Menschen zusammenführen kann.

15.-16.05.2019 – Leiter des Sachsen Verbindungsbüros Brüssel zu Gast in Breslau

 

Am 15. und 16. Mai 2019 weilte der Leiter des Sachsen-Verbindungsbüros Brüssel, Christian Avenarius, zu einem Arbeitsbesuch in Breslau. Dabei standen aktuell politische Themen vor der Europawahl in der Breslauer Europäischen Kommission ebenso im Mittelpunkt wie projektbezogene Gespräche mit Vertretern des Marschallamtes, der Niederschlesischen Wirtschaftsagentur DAWG und im Verbindungsbüro Breslau. Schon am 18. Juni 2019 werden der Direktor des Instituts für Territoriale Entwicklung der Wojewodschaft Niederschlesien, Dr. Maciej Zathey und der Leiter des Verbindungsbüros Breslau, Uwe Behnisch, in einer öffentlichen Debatte über den polnisch-deutschen Verflechtungsraum im Sachsen-Verbindungsbüro Brüssel aufeinandertreffen.

Der Arbeitsbesuch von Christian Avenarius in Breslau fand durch Vermittlung des Niederschlesischen Verbindungsbüros in Brüssel und des Verbindungsbüros Breslau statt.

Ein Besuch an der Breslauer Kunstakademie rundete die 2-tägige Visite von Herrn Avenarius in der polnischen Partnerregion Niederschlesien ab.

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