29.11.2025

5. Niederschlesischer Frauenkongress in Wrocław – Gemeinsam für den deutsch-polnischen Dialog und die Stärkung von Frauen

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© Webseite des Vereins des Niederschlesischen Frauenkongresses / Strona internetowa Stowarzyszenia Dolnośląskiego Kongresu Kobiet

Wrocław wurde beim 5. Niederschlesischen Frauenkongress zum Ort des deutsch-polnischen Dialogs über Frauenrechte, Chancengleichheit und die Rolle von Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft.

Am 29. November 2025 fand in Wrocław der 5. Niederschlesische Frauenkongress statt – eine der wichtigsten Veranstaltungen in Niederschlesien zu den Themen Frauenrechte, Gleichstellung sowie gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe von Frauen. Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde der Kongress vom Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Wrocław mitorganisiert. Das Büro engagiert sich seit vielen Jahren aktiv für die grenzüberschreitende deutsch-polnische Zusammenarbeit im Bereich Gleichstellung, Frauenrechte und Frauenförderung und leistet einen wichtigen Beitrag zum Aufbau nachhaltiger Partnerschaften zwischen Institutionen und Organisationen beider Länder.

Die Mitwirkung des Verbindungsbüros an der Organisation des Frauenkongresses ist Teil seines langfristigen Engagements zur Förderung des deutsch-polnischen Dialogs. Seit vielen Jahren initiiert und begleitet das Büro Projekte zu Chancengleichheit, Frauenrechten und der stärkeren Beteiligung von Frauen am politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben. Dabei schafft es Plattformen für den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung von Vertreterinnen aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Sachsen und Polen.

An der diesjährigen Ausgabe nahmen Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aus Deutschland und Polen teil. Erneut war auch der Landesfrauenrat Sachsen e. V. vertreten, der die Veranstaltung nutzte, um bestehende Kooperationen mit polnischen Partnerinnen zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen. Ein besonderer Programmpunkt war das deutsch-polnische Panel »Frau – Wirtschaft – Start-up«, das sich den Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Perspektiven weiblichen Unternehmertums widmete. Grundlage der Diskussion bildeten aktuelle Studien zur Situation von Gründerinnen in Deutschland und Polen. Im Mittelpunkt standen strukturelle Hürden, unterschiedliche Entwicklungen in beiden Ländern sowie Möglichkeiten einer gezielten Förderung von Frauen im Unternehmertum.

Zu den Podiumsgästen gehörten unter anderem die Unternehmerin und Preisträgerin des Sächsischen Gründerinnenpreises Jacqueline Hausotter, Anna Dzierżanowska-Łuczyn von der Wirtschaftsförderung Sachsen sowie Susanne Köhler, Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen des Deutschen Juristinnenbundes. Die polnische Seite wurde unter anderem durch die Unternehmerin und Mentorin Kate Hobler, die Investorin Magdalena Surowiec sowie die Unternehmerin Dagna Zielińska vertreten.

Die Diskussion machte deutlich, dass Frauen sowohl in Sachsen als auch in Polen bei der Gründung und dem Aufbau eines Unternehmens weiterhin mit vergleichbaren strukturellen Herausforderungen konfrontiert sind. Dazu zählen insbesondere der erschwerte Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten, die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit sowie eine noch unzureichende Verankerung unternehmerischer Bildung im Bildungssystem. Gleichzeitig wurde die Bedeutung von Netzwerken, weiblichen Vorbildern, Mentoring und praxisnaher wirtschaftlicher Bildung als entscheidende Erfolgsfaktoren hervorgehoben. Besondere Aufmerksamkeit galt zudem den ländlichen Regionen, in denen Unterstützungsstrukturen für Gründerinnen vielfach noch nicht ausreichend entwickelt sind. Umso wichtiger sind grenzüberschreitende Kooperationen und der Austausch bewährter Erfahrungen.
Neben dem Fachpanel bot der Kongress zahlreiche Möglichkeiten zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung. Vertreterinnen des Landesfrauenrates Sachsen stellten unter anderem ihre Initiativen zur Sichtbarmachung von Frauengeschichte und zur Förderung des gesellschaftlichen Engagements von Frauen vor. Gespräche mit Vertreterinnen polnischer Organisationen eröffneten darüber hinaus neue Perspektiven für eine weitere Zusammenarbeit.

Der 5. Niederschlesische Frauenkongress hat erneut gezeigt, wie wichtig der kontinuierliche deutsch-polnische Austausch für die Förderung von Gleichstellung und Frauenrechten ist. Das langjährige Engagement des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Wrocław als Mitorganisator des Kongresses unterstreicht die besondere Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit in diesem Themenfeld. Durch die enge Vernetzung von Akteurinnen aus Sachsen und Polen entstehen wertvolle Impulse, gemeinsame Projekte und nachhaltige Partnerschaften, die zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Frauen auf beiden Seiten der Grenze beitragen.

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