Klangvolle Brücken zwischen Sachsen und Niederschlesien: Das Neujahrskonzert 2026 in Breslau
Das traditionelle Neujahrskonzert des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau bescherte seinen Gästen am 21. Januar einen unvergesslichen Abend in der Karol-Lipiński-Musikakademie.
Unter dem Leitmotiv der kulturellen Begegnung und regionalen Partnerschaft verwandelte sich der Konzertsaal der Karol-Lipiński-Musikakademie am 21. Januar 2026 erneut in eine Bühne europäischer Freundschaft. Das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau organisierte das traditionelle Neujahrskonzert auch in diesem Jahr und setzte damit einen besonderen Akzent im Kalender der sächsisch-niederschlesischen Beziehungen.
Bereits beim Betreten des festlich beleuchteten Konzertsaals war die besondere Atmosphäre des Abends spürbar. Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur kamen zusammen, um den Jahresauftakt im Zeichen der deutsch-polnischen Partnerschaft gemeinsam zu begehen. Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte dabei die enge Verbindung zwischen Sachsen und Niederschlesien sowie die Bedeutung der langjährigen Zusammenarbeit beider Regionen.
Zu den Ehrengästen des Abends zählten außerdem der deutsche Botschafter in Polen Miguel Berger, der Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien Paweł Gancarz, die Woiwodin von Niederschlesien Anna Żabska, der Vizemarschall Jarosław Rabczenko, der Vizebürgermeister von Breslau Ryszard Kessler sowie der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Breslau Martin Kremer.
Die Leiterin des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau, Anna Leniart, begrüßte die Gäste und hob die Bedeutung kultureller Veranstaltungen für die sächsisch-polnische Zusammenarbeit sowie für die Vernetzung gesellschaftlicher und institutioneller Akteure beider Regionen hervor.
Für den musikalischen Höhepunkt des Abends sorgten die Solistinnen und Solisten des Jungen Ensembles der Semperoper Dresden – Natasha Gesto, Winona Martin, Jongwoo Hong, David Roy und Metehan Köklü. Gemeinsam mit dem Kammerorchester der Musikakademie sowie dem Kammerorchester und Rhythmik-Ensemble der Staatlichen Musikschule »Ryszard Bukowski« präsentierten sie unter der Leitung von Artur Wróbel ein abwechslungsreiches Programm mit Werken der europäischen Opern- und Operettentradition. Das Repertoire reichte von Mozart, Rossini und Verdi über Operettenklänge von Strauß und Lehár bis hin zu Stanisław Moniuszkos »Mazur« aus der Oper »Halka«. Besonders die Aufführungen der »Brindisi« aus »La Traviata« sowie des abschließenden »Radetzky-Marschs« unterstrichen den festlichen Charakter des Konzerts und wurden vom Publikum mit langanhaltendem Applaus gewürdigt.
Der Abend bildete zugleich den Rahmen für politische Arbeitsgespräche zur weiteren Entwicklung der sächsisch-niederschlesischen Zusammenarbeit. Bereits im Vorfeld des Konzerts traf Ministerpräsident Michael Kretschmer im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau mit dem niederschlesischen Vizemarschall Wojciech Bochnak und der Woiwodin Anna Żabska zusammen. Im Mittelpunkt standen Themen wie Katastrophenschutz, Wissenschaftskooperation und der Strukturwandel im Dreiländerraum.
Am Folgetag fand in Breslau die jährliche Sitzung der sächsisch-niederschlesischen Arbeitsgruppe statt, bei der Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Ressorts gemeinsame Projekte für das laufende Jahr abstimmten. Die seit 1999 bestehende Regionalpartnerschaft zwischen Sachsen und Niederschlesien wurde damit erneut aktiv weitergeführt.
Das Neujahrskonzert 2026 unterstrich einmal mehr die enge Verbindung zwischen Sachsen und Niederschlesien. Die Veranstaltung verband kulturelle Begegnung mit politischem Austausch und machte die deutsch-polnische Partnerschaft auf besondere Weise erlebbar. Begleitet wurde der Abend zudem von einem Team des MDR Sachsenspiegel, das die besondere Atmosphäre und die Begegnungen rund um das Konzert dokumentierte.