31.03.2026

Besuch von Bundestagsabgeordnetem Knut Abraham im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

dekoratives Bild
Gruppenfoto anlässlich des Besuchs des Bundestagsabgeordneten Knut Abraham (l.) mit der Leiterin des Verbindungsbüros Anna Leniart (M.) und dem Vizekonsul Torsten Göhler (r.) 
© Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen

Der Bundestagsabgeordnete Knut Abraham besuchte am 31. März 2026 das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau und tauschte sich über gemeinsame Projekte aus.

Am 31. März 2026 besuchte der Bundestagsabgeordnete Knut Abraham, Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit, gemeinsam mit dem stellvertretenden Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Breslau, Torsten Göhler, das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau. Die Leiterin des Büros, Anna Leniart, gab einen umfassenden Einblick in die Aufgaben und Tätigkeitsfelder der Einrichtung. Dabei wurde deutlich, dass das Verbindungsbüro als zentrale Schnittstelle die sächsisch-niederschlesische Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Infrastruktur und zivilgesellschaftlicher Dialog unterstützt.

Im Gespräch mit Herrn Abraham wurden aktuelle und geplante Initiativen vorgestellt und deren Bedeutung für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit erörtert. Besonders hervorgehoben wurden die Bildungsmaßnahmen des Verbindungsbüros, darunter ein für den 28. Mai 2026 geplanter Workshop für Geschichtslehrkräfte aus Polen und Sachsen anhand eines polnisch-deutschen Lehrbuchs. Durch die praxisnahen Workshops sollen Lehrkräfte unterstützt werden, Desinformation und nationale Stereotype zu erkennen, faktenbasierte Argumentation zu fördern sowie interkulturellen Dialog und bürgerschaftliche Verantwortung zu stärken.

Darüber hinaus wurde die geplante grenzüberschreitende Fahrradtour »Tour de Tripoint 2026« vorgestellt, die vom Verbindungsbüro in Breslau in Zusammenarbeit mit den Vertretungen des Europäischen Parlaments in Wrocław, Berlin und Prag organisiert wird und am 10. Mai 2026 zum Europatag stattfinden soll. An der Tour werden rund 400 Teilnehmende aus Deutschland, Polen und Tschechien teilnehmen. Die Strecke verläuft am Dreiländereck zwischen Polen, Sachsen und Tschechien und dient der Förderung europäischer Integration sowie der Stärkung des Bewusstseins für offene Grenzen und demokratische Werte.

Neben den Bildungs- und Begegnungsprojekten wurde auch über wirtschaftliche und infrastrukturelle Kooperationen gesprochen. Im Fokus stand ein aktuell gestartetes, wegweisendes deutsch-polnisches Energieprojekt: das grenzüberschreitende Fernwärmevorhaben »United Heat« zwischen der Europastadt Görlitz (Deutschland) und Zgorzelec (Polen). Mit dem symbolischen Spatenstich am 31. März 2026 hat die Bauphase dieses ambitionierten Vorhabens begonnen, das seit 2020 geplant wird und bis 2030 die Fernwärmeversorgung beider Städte vollständig auf erneuerbare Energiequellen umstellen soll. Das Projekt nutzt innovative Technologien wie Solarthermie, Biomasse, Power-to-Heat-Systeme und Wärmerückgewinnung, um eine nachhaltige, klimaneutrale Versorgung zu gewährleisten und die CO₂-Emissionen signifikant zu reduzieren.

Der Besuch von Herrn Abraham bot die Gelegenheit, die vielfältigen Möglichkeiten der sächsisch-niederschlesischen Zusammenarbeit zu diskutieren, Perspektiven für deren Vertiefung zu erörtern und konkrete nächste Schritte für gemeinsame Initiativen.

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