02.07.2026

Arbeitsbesuch der sächsischen Staatsministerin Barbara Klepsch in Niederschlesien

dekoratives Bild
v.l. Anna Leniart, Leiterin des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau, Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Martin Kremer, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Breslau 
© Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus/Biuro prasowe Saksońskiego Ministerstwa Nauki, Kultury i Turystyki

Das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen begrüßte Staatsministerin Barbara Klepsch zu einem Arbeitsbesuch, der ganz im Zeichen von Kultur, Tourismus und grenzüberschreitender Zusammenarbeit stand.

Am 2. Juli 2026 unternahm die Staatsministerin für Kultur und Tourismus des Freistaates Sachsen, Barbara Klepsch, einen Arbeitsbesuch in Niederschlesien. Ziel der Reise war die weitere Vertiefung der langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Woiwodschaft Niederschlesien sowie der Austausch über aktuelle Entwicklungen und Perspektiven in den Bereichen Kultur, Tourismus und grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Das Programm begann im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Wrocław, wo Staatsministerin Barbara Klepsch von der Büroleiterin Anna Leniart empfangen wurde.
Im Rahmen des Besuchs im Verbindungsbüro wurde die Staatsministerin über die wichtigsten Projekte informiert, die vom Büro zur Förderung der polnisch-sächsischen Kultur- und Bildungszusammenarbeit initiiert und umgesetzt werden. Vorgestellt wurden langjährige institutionelle Partnerschaften, darunter die Zusammenarbeit der Semperoper Dresden mit der Karol-Lipiński-Musikakademie in Wrocław im Rahmen der Neujahrskonzerte sowie die Gastkonzerte führender sächsischer Orchester im Nationalen Forum für Musik in Wrocław.

Ebenso wurden Projekte vorgestellt, die im Rahmen des Programms der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz realisiert werden, sowie Initiativen zur Erinnerungskultur, darunter das Konzert des Gedenkens an die Opfer von Auschwitz. Diese Projekte zeigen, dass Kultur nicht nur Räume für Dialog und Zusammenarbeit schafft, sondern auch eine zentrale Rolle bei der Bewahrung historischer Erinnerung spielt und Reflexion, Versöhnung sowie Verantwortung für das gemeinsame europäische Erbe fördert.
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der Tätigkeit des Büros sind Projekte für junge Menschen, die Schulkooperationen sowie zahlreiche Bildungs- und Kulturinitiativen. All diese Aktivitäten unterstreichen, dass Kultur eine der wichtigsten Säulen der Partnerschaft zwischen Sachsen und Polen ist – sie stärkt gegenseitiges Vertrauen, fördert Dialog und Zusammenarbeit und trägt dazu bei, die historische Erinnerung als Grundlage guter nachbarschaftlicher Beziehungen und einer gemeinsamen europäischen Zukunft zu bewahren.

Im Anschluss fanden Gespräche im Marschallamt der Woiwodschaft Niederschlesien statt. Bei einem Treffen mit dem stellvertretenden Marschall Wojciech Bochnak, zuständig für Sport und Tourismus, wurden Perspektiven der weiteren Zusammenarbeit in den Bereichen gemeinsame touristische Angebote, grenzüberschreitende Projekte sowie die Nutzung der neuen direkten Bahnverbindung zwischen Leipzig, Wrocław und Kraków erörtert. Zudem ging es um Maßnahmen zur Stärkung der Attraktivität der Grenzregion als gemeinsamer Tourismusraum.
Danach traf Staatsministerin Barbara Klepsch den stellvertretenden Marschall Jarosław Rabczenko, zuständig für Kultur. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Kulturinstitutionen in Sachsen und Niederschlesien, der Schutz des gemeinsamen kulturellen Erbes sowie neue Initiativen zur Förderung des polnisch-deutschen Kulturaustauschs. Im weiteren Verlauf der Reise besuchte die Delegation Świdnica. Beim Treffen mit der Stadtpräsidentin Beata Moskal-Słaniewska wurde über das Potenzial der Stadt als wichtiger Standort internationaler Zusammenarbeit sowie über Möglichkeiten künftiger gemeinsamer Kultur- und Tourismusprojekte gesprochen.

Ein zentraler Programmpunkt war zudem der Besuch der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Friedenskirche in Świdnica. Pastor Paweł Meler erläuterte die Geschichte und die besondere Bedeutung dieses einzigartigen Bauwerks, das zu den bedeutendsten Zeugnissen des europäischen Kulturerbes zählt und ein Symbol für Dialog und friedliches Zusammenleben darstellt.
Die Delegation traf außerdem die Organisatoren des Bachfestivals in Świdnica – den künstlerischen Leiter Jan Tomasz Adamus sowie die Generaldirektorin Marzena Lubaszka. Die Gespräche konzentrierten sich auf die Bedeutung des Festivals als eine der wichtigsten Plattformen der polnisch-deutschen Musikzusammenarbeit sowie auf Möglichkeiten zur weiteren Vertiefung der Partnerschaften zwischen Kulturinstitutionen in Niederschlesien und Sachsen. 
Den musikalischen Abschluss des Besuchs bildete ein Orgelkonzert des hochbegabten Świdnicaer Organisten Jakub Moneta, Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe. Das Konzert in den historischen Räumen der Friedenskirche unterstrich symbolisch das gemeinsame kulturelle Erbe Sachsens und Niederschlesiens sowie die Rolle der Musik als universelle Sprache des Dialogs über Grenzen hinweg.

Der Besuch von Staatsministerin Barbara Klepsch bestätigte erneut, dass sich die Partnerschaft zwischen dem Freistaat Sachsen und der Woiwodschaft Niederschlesien dynamisch entwickelt und immer weitere Bereiche umfasst – von Kultur und Tourismus über Bildung und Jugendaustausch bis hin zu gemeinsamen Aktivitäten von Kommunen und öffentlichen Institutionen. Das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Wrocław unterstützt diesen Prozess seit nahezu 15 Jahren aktiv, indem es zahlreiche Projekte initiiert und koordiniert, die die guten nachbarschaftlichen Beziehungen stärken und nachhaltige Partnerschaften zwischen Institutionen und Menschen beider Regionen schaffen.

zurück zum Seitenanfang