07.05.2026

50. Sitzung des Ausschusses für interregionale Zusammenarbeit der Deutsch-Polnischen Regierungskommission

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Die 50.Sitzung des Ausschusses für interregionale Zusammenarbeit in Mai 2026 in Potsdam setzte ein starkes Zeichen für Innovation, Digitalisierung und die Zukunft der deutsch-polnischen Partnerschaft.

Am 7. Mai 2026 fand in Potsdam die 50. Sitzung des Ausschusses für interregionale Zusammenarbeit der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit statt. Den Vorsitz führten gemeinsam der Marschall der Woiwodschaft Lubuskie, Sebastian Ciemnoczołowski, und Dr. Andreas Handschuh, Chef der Staatskanzlei sowie Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten des Freistaates Sachsen.

Die Sitzung hatte einen besonderen Charakter, da das Jahr 2026 zugleich das 35. Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages markiert. Auf Grundlage dieses Vertrages wurden die Deutsch-Polnische Regierungskommission sowie ihre vier thematischen Ausschüsse eingerichtet.

An den Beratungen nahmen Vertreterinnen und Vertreter aller deutschen Bundesländer sowie der polnischen Woiwodschaften teil. Der Ausschuss befasst sich mit Themen, die über die unmittelbare grenzüberschreitende Zusammenarbeit hinausgehen, darunter wirtschaftliche Entwicklung, technologische Transformation, Cybersicherheit sowie der Erfahrungsaustausch zwischen den Regionen. Im Mittelpunkt der Jubiläumssitzung standen die wirtschaftliche Zusammenarbeit in Zukunftstechnologien, insbesondere in den Bereichen Mikroelektronik, Künstliche Intelligenz und Biotechnologie, sowie Fragen der Cybersicherheit und der digitalen Souveränität.

Dr. Andreas Handschuh betonte, dass Zukunftstechnologien zu einem zentralen Bestandteil der deutsch-polnischen Wirtschaftskooperation werden sollten. An der Diskussion nahm auch Frank Bösenberg, Geschäftsführer von Silicon Saxony, teil. Er unterstrich, dass die deutsch-polnische Zusammenarbeit in Schlüsseltechnologien keine freiwillige Option, sondern eine strategische Notwendigkeit sei.

Im Themenblock Cybersicherheit waren sich die Teilnehmenden einig, dass grenzüberschreitende Bedrohungen im digitalen Raum nur durch eine ebenso grenzüberschreitende Zusammenarbeit wirksam abgewehrt werden können. Hervorgehoben wurde die Notwendigkeit, die regionale Kooperation beim Schutz digitaler Infrastrukturen und bei der Stärkung der europäischen technologischen Souveränität weiter auszubauen. Für die Woiwodschaft Lubuskie hatte die Sitzung eine besondere Bedeutung, da sie Partnerregion des Freistaates Sachsen ist. Der gemeinsame Vorsitz von Marschall Sebastian Ciemnoczołowski und Dr. Andreas Handschuh unterstreicht die wachsende Rolle der Regionen bei der Gestaltung der deutsch-polnischen Beziehungen.

Die 50. Sitzung in Potsdam bestätigte erneut, dass die regionale Zusammenarbeit einen der wichtigsten Pfeiler der deutsch-polnischen Partnerschaft bildet und insbesondere in den Bereichen Innovation, Digitalisierung und Sicherheit weiter an Bedeutung gewinnen wird.

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